Deine Zukunft in Sachsen-Anhalt: Es gibt mindestens zwölf Orte dafür

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerium hat im Sommer 2020 zwölf Zukunftsorte wie den Weinberg Campus in Halle. ausgezeichnet, die beispielhaft für das lebendige Gründungsgeschehen im Land stehen. Foto: Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-​Anhalt/Nilz Böhme

Wissenschaft und Wirtschaft miteinander sinnvoll zu verzahnen, das gelingt in Sachsen-Anhalt an vielen Orten. Im Ergebnis hat sich vor allem die Technologiekompetenz im Land rasant entwickelt. Zwölf Orte machen vor, warum mit Innovationen made in Sachsen-Anhalt zu rechnen ist.

Wenn du glaubst, Sachsen-Anhalt ist nur Halle und Magdeburg oder nur Maschinenbau und Landwirtschaft, dann stimmt das. Aber nicht komplett: Denn Sachsen-Anhalt ist viel mehr als seine zwei starken Städte und seine zwei wichtigsten Industrien. Überall im Land wird an der Zukunft gearbeitet: Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Chefs und Chefinnen von Firmen und Startups entwickeln Ideen, Produkte und gründen Firmen. Und viele von ihnen warten nur auf dich.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerium hat zwölf Zukunftsorte ausgemacht. "Das sind bei weitem nicht alle, aber sie stehen beispielhaft auch für das lebendige Gründungsgeschehen im Land", sagt Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. Diese zwölf Zukunftsorte sollen zeigen, wohin es gehen kann und welches Potenzial Sachsen-Anhalt hat. "Vor allem weil in den Forschungsinstituten zahlreiche hochkarätige Forscherinnen und Forscher arbeiten." Wer hier gründen wolle, würde schnell Anschluss an die wissenschaftliche Community finden und auch immer auf ein offenes Ohr in den Verwaltungen und Institutionen treffen.

Die Kampagne "Zukunftsorte Sachsen-Anhalt" zeigt dir, wo und wie im Land Innovationen entstehen und gefördert werden. An den zwölf Zukunftsorten ballen sich die Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, es gibt Platz für gewerbliche Flächen und Immobilien und dort etablieren sich technologiegetriebene Unternehmen und Institutionen.

Alle Zukunftsorte haben es in sich. Hier der Überblick für dich:

Agro-Chemie Park Piesteritz

Du bist als Gründer*in im Agro-Chemie Park Piesteritz bei Wittenberg richtig, wenn deine Idee mit der Zukunft von Chemie oder Lebensmitteln zu tun hat. Hier wird Dünger produziert, aus Raps Biodiesel, Lezithin und Glyzerin gemacht, Melamin hergestellt und hochreines Kohlendioxid verflüssigt. Als Gründer*in kannst du dort an alles anschließen: an die A9, an den eigenen Elb-Hafen, an Dampf, Erdgas, Strom und Wasser. Außerdem kannst du dort den größten Harnstoffproduzenten Europas kennenlernen und dich mit Menschen unterhalten, die Tomaten mit CO2 besser wachsen lassen oder die Gummi herstellen können, der Strom leitet.


BioPharmaPark Dessau

Wenn du im BioPharmaPark Dessau gründest, geht es dir bestimmt um die Zukunft von Arznei, Impfstoffen oder Feinchemikalien. Denn hier werden zum Beispiel Virusimpfstoffe, virale Vektoren und Biologika hergestellt. All das sind keine Fremdwörter für dich? Und du hast sogar noch eine großartige Idee, wie sich Arzneimittel verbessern lassen? Dann erzähl es doch den Experten und Expertinnen in Dessau – von denen gibt es hier mehr als 2.200. 


Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Vom Chemiepark Bitterfeld-Wolfen hast du garantiert schon einmal etwas gehört – die Gegend ist nämlich eine der ältesten in Deutschland, in der Chemiegeschichte geschrieben wurde. Hier wird heute zum Beispiel hochreines Quarzglas hergestellt, das in Internetkabeln verbaut wird. Außerdem arbeiten hier so viele Menschen zusammen wie sonst kaum im Land: 13.000 Arbeitsplätze gibt es hier schon. Für wie viele sorgst du in Zukunft?


Chemiestandort Leuna

Auch wenn du am Chemiestandort Leuna gründest, geht es dir um Chemie. Leuna hat eine lange Chemie-Geschichte und ist heute der größte geschlossene Chemiepark in ganz Deutschland. Du kannst bei 100 Unternehmen anklopfen und zum Beispiel sehen, wie Wasserstoff verflüssigt wird – solche Anlagen gibt es nur an drei Standorten in Europa. Außerdem arbeiten in Leuna die führenden Expertinnen und Experten für Harze, mit denen zum Beispiel Windräder beschichtet werden. Und besonders innovativ: Hier können Basischemikalien sogar CO2-neutral hergestellt werden – auf Basis von Pilzen. Aber in Leuna sind nicht nur Pilzköpfe offen für deine Ideen.


Chemie- und Industriepark Zeitz

Im Chemie- und Industriepark Zeitz bist du als Gründer*in gut aufgehoben, wenn du eine Idee hast, wie unsere Chemie grün werden kann. Hier gibt es Anlagen für Solarstrom, für Altöl-Wiederaufbereitung und eine Bioraffinerie zur Methan-Herstellung. Wenn für dich also Umwelttechnik, Recycling, Life Science und nachwachsende Rohstoffe im Mittelpunkt stehen, kannst du hier Kontakte zu 50 Unternehmen und zum Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung knüpfen. Und international geht es hier auch zu: Die Unternehmen kommen aus China, Italien, der Ukraine und den USA.


ValuePark

Der ValuePark in Merseburg ist für dich als Gründer*in ziemlich perfekt, wenn deine Idee mit Kunststoffen und deren Zukunft zu tun hat und du ganz nah bei einem internationalen Chemiekonzern sein willst. Dow hat hier seit 1998 eine Tochterfirma angesiedelt und im ValuePark dreht sich alles um langfristige und kostengünstige Kunststoffproduktion. 


Forschungscampus STIMULATE

Wenn du auf dem Forschungscampus STIMULATE in Magdeburg gründen willst, arbeitest du an der Zukunft der Medizin. Denn genau das machen die 60 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf dem Forschungscampus, der nur einer von neun in ganz Deutschland ist. Es geht hier um Medizintechnikforschung und die wird hier äußerst interdisziplinär betrieben. Du kannst hier mit Gesundheitsökonomen, Maschinenbauern, Mechatronikern, Medizinphysiker und vielen anderen Experten und Expertinnen zusammenarbeiten. Es gibt ein Forschungs-MRT, ein selbst entwickeltes CT-Gerät, eine Angiografieanlage, ein Elektronik-, Robotik- und ein VR/AR-Labor. Ein junges Unternehmen hat hier schon eine VR-Simulation für Notärzte entwickelt.


Green Gate Gatersleben

Das Green Gate Gatersleben ist der richtige Ort zum Gründen für dich, wenn du dich für die Zukunft der Kulturpflanzen interessierst. Hier ist das deutsche Zentrum für Pflanzenbiotechnologie. Und das beeindruckt mit 130 Versuchsfeldern, 13.000 Quadratmetern Gewächshäuser, 11.000 Quadratmetern Laborfläche, einer Gendatenbank für 150.000 Kulturpflanzen und mit 250 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus 40 Nationen. Im Mittelpunkt steht das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK). Und all das angesiedelt in einer der fruchtbarsten Gegenden Deutschlands. Wann schlägst du hier Wurzeln?


MMZ Mitteldeutsches Multimediazentrum

Im Mitteldeutsches Multimediazentrum in Halle bist du an der richtigen Stelle, wenn du die Medien der Zukunft mitgestalten willst. Hier hat das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Uni Halle mit seinen 500 Studierenden seinen Sitz. Und hier gibt es das europaweit einzigartige Postproduktionsstudio mit Dolby Atmos Kinomischung. Im MMZ haben schon viele Gründungsideen Fahrt aufgenommen, denn hier passt für Gründer*innen wie dich alles: du triffst andere Kreative, kannst flexibel Büros mieten und hast kurze Wege zu modernster Technik.


Technologiepark Weinberg Campus

Der Technologiepark Weinberg Campus in Halle passt zu dir als Gründer*in, wenn Live Science und Material Science keine Fremdwörter für dich sind. Und dafür bist du hier in guter Gesellschaft: Es gibt hier zwei Leibniz-Institute, zwei Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, ein Helmholtz-Zentrum, ein Max-Planck-Institut und alle naturwissenschaftlichen Institute der Uni Halle. Mehr als eine Milliarde Euro wurde hier für den größten Wissenschafts- und Technologiepark Mitteldeutschlands ausgegeben. Ein ganzer Stadtteil entstand: Auf dem Campus arbeiten 5.500 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und 4.000 Menschen wohnen auch hier. Das Schöne für dich: Mit dem Gründen kennt man sich hier aus – mehr als 200 Startups sind hier schon entstanden. Das wievielte wird deines sein?


Wissenschaftshafen Magdeburg

Als Gründer*in in Magdeburg bist du im Wissenschaftshafen richtig: Du hast hier die Otto-von-Guericke-Uni im Rücken und die Hochschule Magdeburg-Stendal vor den Augen. Dazwischen: die Elbe. Und um dich herum: ein Fraunhofer-Institut, ein Max-Planck-Institut und die Experimentelle Fabrik. Und es gehen dir hier Augen, Ohren und Herz auf: In einem der größten Mixed-Reality-Labors Europas – der Elbedome hat 16 Meter Durchmesser, ist vier Meter hoch, hat 15 Trackingkameras, ein 7.1. Soundsystem und kann vollflächig mit dreidimensionalen Objekten bespielt werden. Virtuell kannst du hier also schon die Zukunft testen. Rund um den Wissenschaftshafen soll in Zukunft ein Quartier zum Wohnen und Ausgehen entstehen. Ab wann entspannst du dich nach dem Ausflug in die virtuelle Welt direkt an der Elbe?


Technologiepark Ostfalen

Noch zentraler als im Technologiepark Ostfalen kannst du in Sachsen-Anhalt gar nicht gründen: Die A2 ist nur einen Steinwurf weit weg und die A14 anderthalb. Deine neue Nachbarschaft ist groß. 150 Unternehmen arbeiten hier schon heute an der Zukunft: Im Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg oder bei einer Firma, die aus atomisiertem Metallpulver alles bauen kann, was du dir vorstellen kannst oder in einem der modernsten pharmazeutischen Logistikzentren Europa oder bei einem Unternehmen, das zum Beispiel Brennstoffzellen für die NASA testet. Ein industrielles 5G-Testfeld kannst du hier auch bald nutzen – und schon jetzt kannst du im lauschigen Park am Flüsschen Kleine Sülze deine Mittagspause verbringen.


Gründung in Sachsen-Anhalt klingt für manche vielleicht exotisch, aber du siehst: Wenn du hier gründest, hast du im Smalltalk auf jeden Fall die spannenderen Geschichten zu erzählen als die schon längst bekannten Stories aus der Hauptstadt. Und: Du dringst hier wesentlich schneller zu Entscheider*innen durch als woanders.

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